Freitag, 22. Februar 2013

Der alte Telefonanschluss ist bald Geschichte...

Schon seit längerem angekündigt, hat die Deutsche Telekom begonnen die ersten Telefonanschlüsse auf VoIP (Internettelefonie) umzustellen - so ein Bericht von heise. In spätestens drei Jahren sollen alle Kunden, die zeitgleich auch DSL haben, umgestellt werden.
Was das konkret heißt wird erst auf den zweiten Blick ersichtlich: Der Kunde wird sein altes Telefon (an neuem Router) weiter benutzen können - aber was ist, wenn die Internetverbindung nicht funktioniert? Dann ist die Leitung erst einmal tot. Günstige Vorwahlen per CallbyCall sind dann auch nicht mehr möglich, da die Telekom dies nur bei klassischen Telefonanschlüssen gestatten muss.

Ein Schelm wer Böses dabei denkt :-). Frohsinn!


Mittwoch, 9. Januar 2013

PC oder Notebook?

Folgenden Artikel schrieb ich vor acht Jahren - die Zeit verfliegt - aber geändert am Grundproblem hat sich trotzdem wenig. Die technisch Versierten mögen bitte einfach die Hardware-Daten updaten :-).



"Ausgestattet mit dem Intel® Pentium® 4 541 Prozessor, 512 MB DDR2 Speicher, PCI Express Grafikkarte, 18fach DVD-Brenner und CardReader eignet sich das Komplettsystem sowohl für den Gaming- und Multimedia-Bereich als auch für anspruchsvollere Office-Anwendungen"

So oder so ähnlich prasseln Verkaufsslogans auf den unbedarften PC-Käufer nieder. Wobei dieser noch einer von den guten ist. Häufig sieht man nur ein Riesensternchen mit "3,6 GHz" etc. und der Rest steht im Kleingedruckten. Was Verkäufer bzw. die Prospekte gerne verschweigen ist, dass die meisten Menschen diese hochgerüsteten Maschinen gar nicht brauchen!

Die PC-Industrie hat seit mehr als 3 Jahren das Problem den Kunden keinen Mehrgewinn mehr an Leistung für die alltägliche Arbeit anbieten zu können, da es relativ egal ist, ob sich ein Office-Dokument in 1,44 oder in 1,42 Sekunden öffnet - der Benutzer merkt einfach keinen Unterschied...

Und so treten neue Dinge in den Vordergrund. Auf einmal muss jeder PC Videoschnitt können, 320 GB Festplattenspeicher besitzen und selbstverständlich die neueste Grafikkarte (da man Office ja am besten in 3d genießen kann). Scherz beiseite.

Die wenigsten Menschen brauchen heute die Leistung, die sie im PC vor sich haben. Das Problem dabei ist nur: Der PC denkt, dass der Benutzer die maximale Leistung benötigt und läuft häufig mit Höchstleistung.

In Verbrauchszahlen lässt sich das so ausdrücken:

1 durchschnittlicher Arbeits-PC verbraucht ca. 150 Watt Strom (ein Spiele-PC sogar bis zu 260 Watt). Wohlgemerkt nur der PC - ohne Monitor. Und das bei einer Lautstärke, die mir teilweise weh tut. Rechnet man den Verbrauch des Monitors hinzu liegt man bei einem Verbrauch von ca. 200 Watt.

Bei gleicher Leistung (!) verbraucht ein Notebook (inkl. Monitor) maximal 70 Watt. Warum maximal? Nun, ein modernes Notebook passt sich der Arbeitsleistung an. Wenn der Prozessor nicht ganz gefordert wird (z.B. bei Officearbeit), taktet er sich automatisch herunter und das Notebook verbraucht auf einmal nur noch 40 Watt. Dazu ist es meistens flüsterleise.

Wenn man das gegeneinander verrechnet bleibt ein Mehrverbrauch von 160 Watt (bzw. 110 Watt, wenn man den Monitor beim PC außer Acht lässt). Und die Frage bleibt im Raum stehen. Warum?

Die Begründung ist ganz einfach. Notebooks waren für den mobilen Einsatz ausgelegt und damit primär für den Akkueinsatz. So war die Industrie gezwungen sparsamere (und auch geräuscharmere) Komponenten zu entwickeln, die aber trotzdem leistungsfähig waren. Parallel dazu entwickelte sie aber weiterhin die strom-verheizenden Leistungsmonster ohne an Verbrauch oder Geräusch zu denken. Frei nach dem Motto: Wer wie beim Auto den lautesten Auspuff hat, der hat hier halt die lauteste Maschine.

Der Vorteil des PCs war und ist seine flexible Struktur. Wenn etwas kaputt ist, lässt es sich relativ schnell austauschen (wenn man ein bisschen Ahnung von der Materie hat) - beim Notebook muss das Gerät im Regelfall eingeschickt werden und es dauert ca. 1 Woche bis es wieder da ist. Dieser Nachteil lässt sich aber ausgleichen, indem man regelmäßig Backups macht und bei guten Notebookfirmen auch ein Ersatzgerät bekommt.

Derzeit versucht die Industrie ihren Entwicklungsfehler wieder etwas gut zu machen, da sie anfängt Notebookkomponenten in normale PCs einzubauen. Ein Schritt in die richtige Richtung.

Meine Empfehlung geht jedoch für den normalen Anwender ganz klar an ein Notebook. Jeder findet heute etwas auf ihn persönlich zugeschnitten. Auch Videoschnitt und Spiele sind mit etwas teureren Notebooks kein Problem. Und wenn es mir einmal im Weg ist, kann ich es einfach wegpacken. Ein PC steht weiterhin rum.

Für den professionellen Einsatz empfehle ich jedoch zusätzlich den Einsatz einer Dockingstation. In diese kann ich mein Notebook einklicken und einen großen Monitor, Tastatur, Maus etc. anschließen. Das schafft wesentlich besseren Komfort.

Der Stromsparerfolg liegt klar beim Notebook und auch die steigenden Verkaufszahlen belegen das gewachsene Interesse am mobilen Arbeiten.

Aber auch wer nicht den Aufpreis für ein Notebook zahlen möchte, bekommt für weniger Geld als im Mediamarktprospekt einen auf ihn persönlich zugeschnittenen sparsameren PC - beim Fachhändler. In Bonn kann ich bora-computer da uneingeschränkt empfehlen.

Infos zum Verbrauch von PCs hier.

Dienstag, 8. Januar 2013

Waschnüsse statt Waschpulver?


Wer Lust hat einmal eine Alternative zum klassischen Waschpulver zu testen, dem seien einmal "Waschnüsse" empfohlen.

Die Waschnuss ist die Frucht des Waschnussbaumes (wächst wild in Indien und Nepal) und zeichnet sich durch eine seifenartige Eigenschaft aus, die beim Erhitzen der zerbrochenen Schale entsteht. Dass dies nicht nur HokusPokus ist, zeigt der Einsatz dieser Nuss in Indien seit tausenden von Jahren.

Der Vorteil der Nuss gegenüber Waschpulver ist unter anderem die 100prozentige biologische Abbaubarkeit. (Das Problem in Indien ist jetzt zum Beispiel, dass dank immer größerer Kampanien der Industrie immer mehr Menschen auf ihre klassische Waschart verzichten, Waschpulver verwenden und damit erhebliche Wasserverschmutzungen verursachen...)

Ferner ist sie auch für Allergiker und Menschen mit Neurodermithis geeignet, da keinerlei Duftstoffe in ihr vorkommen. Dieses Argument schreckt vielleicht einige ab, die den Geruch ihres "frischen" Weichspülers vermissen werden - aber man kann den Nüssen einfach ein paar Tropen ätherisches Öl hinzufügen und schon hat man einen eigenen sehr gesunden Duftstoff.

Dass die Wäsche genauso sauber wird, wie mit klassischem Waschpulver zeigen zahlreiche Foren im Netz (einfach mal bei Google suchen). Es gibt allerdings ein paar Kleinigkeiten zu beachten:

- Weiße Wäsche kann auf Dauer leicht grau werden - aber dagegen hilft eine Messerspitze Backpulver bzw. ein anderes natürliches Bleichmittel.
- die Waschnuss wirkt erst ab 30 Grad Celsius effektiv - für Kaltwäsche gibt es aber genug biologisch abbaubare Seifenlösungen.

Beim Waschen gibt es entweder die Möglichkeit mit Nussbruchstücken in einem Säckchen zu arbeiten, das man mit in die Wäsche gibt (Vorteil dieser Methode ist die mehrmalige Verwendbarkeit der Nüsse), oder man verwendet Waschnusspulver, das man ganz normal in die Wäsche geben kann.

Die Waschnüsse sind übrigens auch problemlos in der Spülmaschine nutzbar.

Zu den biologischen Argumenten kommt noch das Argument des Waldschutzes. Da die indischen Bauern mit den Waschnüssen Geld verdienen können, kommen sie nicht mehr in die Versuchung Wälder für Agrarwirtschaft zu roden, sondern im Gegenteil: Der eigene Urwald wird als etwas Kostbares und auch Existenzerhaltendes gesehen!

Umfassende Informationen zur Waschnuss gibt es hier.

Aus eigener Erfahrung:

Mittlerweile nutze ich die Waschnuss schon eine Weile und kann sie als Waschmittel-Ersatz voll empfehlen. Da es sich bei der Waschnuss aber um eine Art Seife handelt (und unser Standard-Waschpulver seit nun mehr mehr als 40 Jahren (!) nicht mehr seifenbasiert ist), gibt es ein paar Dinge zu beachten:

- Starke Flecken bekommt man mit der Waschnuss alleine nicht raus (wie auch mit normaler Seife nicht), aber mit der Zugabe von ein bisschen Fleckensalz behebt man dieses Manko. Fleckensalz ist auch ein natürliches Produkt und in jedem Drugstore/Reformhaus erhältlich. Alternativ kann man Gallseife verwenden und den Fleck vor der Wäsche damit einreiben - dann ist der Fleck nach der Wäsche auch weg!
- Bei stark kalkhaltigem Wasser braucht man etwas mehr Waschnuss(-pulver) - ähnlich wie man beim Duschen mit kalkhaltigem Wasser auch mehr Duschgel braucht. Alternativ kann man einen natürlichen Kalklöser aus dem Bioladen verwenden.
- Da die Waschnuss keinerlei Kalklöser wie z.B. Calgon beinhaltet, sollte man jedes halbe Jahr eine Leerwäsche mit ein bis zwei Esslöffel Zitronensäure oder Essig machen (ähnlich wie z.B. beim Wasserkocher):
- Die Zugabe eines Duftstoffes zum Waschen kann ich nur empfehlen, da die Wäsche wirklich etwas "frischer" riecht, als ganz ohne Duftstoff. Es eignen sich alle Duftöle und die meisten Parfums. (Vom Geruch der puren Waschnuss sollte man sich übrigens nicht abschrecken lassen: die riecht säuerlich - der Geruch verschwindet jedoch beim Waschen komplett.)

Alles in allem - eine geniale Sache!

Montag, 7. Januar 2013

Erdbeeren im Winter - oder doch lieber Orangen?

Durch die Globalisierung der Märkte können wir das ganze Jahr beispielsweise Erdbeeren essen. Noch vor 40 Jahren wäre das unmöglich gewesen, da bei uns die Erbeerzeit klassischerweise im Juni ist und man sich früher darauf einstellte und Erbeeren einmachte, um sie auch später verzehren zu können. Dieser Gedanke der Saison ist in unseren Breitengraden großteils verlorengegangen, beim Betrachten des Herkunftsortes der Lebensmittel im Supermarkt aber kann man selbst als Nichtsaisonkundiger schnell merken, wann Saison für einige Lebensmittel ist und wann nicht. "Erdbeeren aus Chile" sind beispielsweise ein sicheres Zeichen dafür, dass keine Erdbeersaison ist. Zusätzlich merkt man das übrigens auch am Sinken des Preises. Infos zur Saison von Früchten und Gemüse gibt es unzählige im Netz, z.B. hier.

Sonntag, 6. Januar 2013

Bio ungesund?

In den letzten Wochen und Monaten gibt es immer wieder Tests, die "Bio"-Lebensmittel testen. Ob diese kurz- und langfristig gesünder sind als konventionell erzeugte Lebensmittel, ob sie mehr oder weniger Schadstoffe enthalten als konventionell erzeugte Lebensmittel, ob sie die Umwelt mehr oder weniger belasten als konventionell erzeugte Lebensmittel. Spannenderweise kommen die Studien zu höchst unterschiedlichen Ergebnissen - auf den ersten Blick. Unter anderem liegt es daran, das bio nicht gleich bio ist - so paradox das klingt. Dazu empfehlenswert einmal die Seite echt-bio.

Herzlich Willkommen


In den letzten Jahren beschäftigt mich vor allem eine Frage: Was kann ich als normaler Bürger, der keinerlei direkten politischen und wirtschaftlichen Einfluss hat, persönlich tun, um mit den Ressourcen dieser Welt sparsam und überlegt umzugehen?

Die weitergehende Frage ist dann die, inwieweit meine Überlegungen, mein Reden und Handeln nach außen wirken und Anregung/Vorbild für andere sein kann, ohne

- verkrampft zu sein,
- moralin-verstreuend meine Umgebung zu terrorisieren

und letztendlich doch nichts zu erreichen!

So entstand langsam die Vorstellung einer eigenen Ideen- und Informationssammlung im Netz.

Natürlich habe ich keine Universalantworten - mein Ziel ist es lediglich in einigen Bereichen zum Nachdenken anzuregen und vor allem konkrete umsetzbare Konzepte bzw. Tipps zu geben. Externe Infos sind über entsprechend markierte Links zu erreichen.

Auf Rückmeldungen freue ich mich natürlich und auch auf Ergänzungen!